Zwischenfunk zum 9.Spieltag

Zwischenfunk ist die neue Kolumne des vereinsinternen SVS-Radios.

Auf und Ab

Ereignisreiche Woche

Es war ein klassisches Wechselbad der Gefühle in Schalding. Die Nachrichten der vergangenen Woche am Reuthinger Weg kann man nicht anders als ein Auf und Ab bezeichnen. Ja, der Autor wirft für diese Wortverbindungen selbstverständlich auch zwei Mark ins imaginäre Phrasenschwein. Aber alles ganz langsam vom Anfang weg.

Hielt den Auswärtspunkt fest: Werner Resch. (Quelle: fupa.net)

Den Startschuss für diese ereignisreiche Woche aus Schaldinger Sicht gab natürlich die Auswärtsfahrt nach Ingolstadt. Bei der Nachwuchsmannschaft der Schanzer war das oberste Ziel den Abwärtstrend zu stoppen und, nach wettbewerbsübergreifend drei Niederlagen in Serie, wieder etwas Zählbares mitzunehmen. Obwohl man zum 5.Mal hintereinander keinen Sieg einfahren konnte, war das Ergebnis am Ende einer der positiven Aspekte. Ein anderer war die mannschaftliche Geschlossenheit mit der man, in den letzten 15 Minuten zu Neunt, ein 1:1 bis in die Nachspielzeit rettete. Bis dann in der 91.Minute Werner Resch seine Eiseskälte auf der Linie beweisen musste. Der Schaldinger Kampf um den Auswärtspunkt schien eigentlich schon fast geschafft, als der Schiedsrichter in der 90.Minute auf den Punkt zeigte. Elfmeter für die Gastgeber. Resch blieb stehen und fing den frechen Lupfer in die Mitte. Der klare Kopf des Keepers sicherte dem SVS den Punkt und damit auch das Gefühl mit einem gewonnen Punkt nach Hause fahren und die Talfahrt stoppen zu können.

Lange Sperren für Rotsünder

Maxi Huber muss nach seinem Platzverweis in Ingolstadt zwei Wochen zuschauen. (Quelle: fupa.net)

Bevor man aber aus dem Tal wieder aufwärts geht, hat die Mannschaft sich in Ingolstadt noch zwei große Ziegelsteine in den Wanderrucksack gelegt. Die beiden roten Karten für Maxi Huber (grobes Foulspiel) und Markus Gallmeier (Tätlichkeit) sind schwerer Ballast für die Mission Klassenerhalt. Wie sich Mitte der Woche herausstellte wird Huber zwei Spiele und Gallmeier sogar drei gesperrt. Abwehrspieler Huber hat in dieser Saison noch kein Spiel verpasst und ist mit Stefan Köck in der Innenverteidigung zu einer Konstanten geworden, die großen Anteil an der achtbesten Abwehr der Liga hat. Nicht weniger schwerwiegend ist Gallmeiers Ausfall im Sturmzentrum. Der flinke Dribbler reißt in den gegnerischen Abwehrreihen oft genau die Räume auf, die sein Partner Michael Pillmeier nutzen kann. Beide können zwar nicht komplett gleichwertig ersetzt werden, aber zumindest positionsgetreu. Fabian Burmberger hat in dieser Saison bereits fünf Mal auf dieser Position gespielt und mit 21 Jahren seine Aufgabe auch sehr ordentlich gemacht. In manchen Situationen merkt man ihm die Umstellung von der Bayernliga zur 4.Liga noch an, weswegen die Erfahrung seines Kollegen Stefan Köck hilfreich sein wird.

Zillner braucht noch eine Woche

In der Offensive stehen mit Fabian Wiesmeier und Patrick Rott auch zwei Optionen für Autengruber bereit, die dem Spielertyp Gallmeier sehr ähneln. Generell muss die Abteilung Attacke des SVS wieder mehr Effektivität zeigen. Gegen Ingolstadt traf zwar Mittelfeldspieler Stefan Rockinger, aber auch nur dank großer Mithilfe des gegnerischen Torwarts. Die zwei Spiele davor blieb man gänzlich torlos. Auftrieb soll also der Auswärtspunkt bringen.

Neuzugang Robert Zillner wird bald das grün-weiße Trikot der Schaldinger tragen. (Quelle: fupa.net)

Auftrieb brachte zumindest im Fanlager die Nachricht, dass mit dem Passauer und Ex-Bundesligaspieler Robert Zillner am Ende der Transferperiode nochmal ein Knaller gelandet wurde. Bekannt war bereits seit Längerem, dass Zillner sich im Trainingsbetrieb des Passauer Regionalligisten fit hält. Am Ende hat es auch geklappt, weil keine passenden Angebote für Zillner kamen. Umso glücklicher ist man beim SV Schalding-Heining sich mit diesem Spieler am Ende der Transferperiode ein enormes Plus an Qualität sichern zu können. Bei Greuther Fürth und Sandhausen konnte er sowohl in der 2.Bundesliga (39 Spiele) als auch in der höchsten deutschen Fußballliga (6 Spiele in der 1. Liga für Fürth) im zentralen Mittelfeld Einsätze sammeln. Mit 31 sucht er jetzt in Passau noch einmal eine Möglichkeit auf hohem Niveau einer Mannschaft weiterzuhelfen. Besonders schön, wenn das in der niederbayerischen Heimat beim SV Schalding-Heining funktioniert. Die große Freude über den Transfer wurde aber relativ schnell wieder durch die Mitteilung gedämpft, dass Zillner frühestens beim Auswärtsspiel gegen 1860 München dabei sein kann.

Bayreuth auch bereits unter Zugzwang

So geht es also am Samstag gegen die SpVgg Bayreuth ohne die gesperrten Maxi Huber und Markus Gallmeier, sowie die Verletzten Rene Huber und Robert Zillner. Der Gegner? Nach dem Trainerwechsel vor zwei Wochen waren die Bayreuther ein wenig angeschlagen, scheinen sich aber mit dem torlosen Remis in Augsburg sofort gefangen zu haben. Gegen Schalding steht zum ersten Mal der Interimstrainer Marc Reinhardt an der Seitenlinie. Der hat die Aufgabe mit auf den Weg bekommen, den 15. der aktuellen Auswärtstabelle wieder in Fahrt zu bringen. Nach Platz 6 und Platz 7 in den letzten beiden Spielzeiten und einem Schnitt von 1,5 Punkten pro Spiel, ist man derzeit nur auf Platz 11 einen Zähler vor den Schaldingern. Auswärts konnte man zwar in drei Spielen schon 5 Tore erzielen, dank 7 Gegentoren aber nur zwei Unentschieden holen. Den Fokus soll der neue Trainer also besonders auf die Abwehr legen. Da trifft es sich, dass beim SVS mal wieder der Sturm zeigen muss was er drauf hat. Drei Punkte sind für die Passauer fast Pflicht, damit diese Saison nicht nur ein Ab, sondern tatsächlich auch ein Auf und Ab werden kann.